Schiffsbrandbekämpfung

 

BBE Brunsbüttel

Der abwehrende Brandschutz in den Brunsbütteler Häfen wird durch die Gemeindefeuerwehr Brunsbüttel sichergestellt. Einsatztaktisch wird zwischen dem land- und dem wasserseitigen Brandschutz unterschieden. Zur Durchführung der ihr übertragenen Aufgaben stehen spezielle Einsatzmittel (z.B. Feuerlösch-Schlepper „Bugsier 11“ und „Parat“ oder gleichwertige) zur Verfügung. Diese werden auf der Basis von Verträgen zwischen dem Bund, dem Land SH und der Schleppgemeinschaft Bugsier/L&R (Rechtsnachfolger: Hans Schramm KG, Brunsbüttel) vorgehalten. Im Einsatzfall werden die Schlepper mit einer Löschgruppe und einem Einsatzleiter der Feuerwehr Brunsbüttel besetzt. Der landseitige Brandschutz wird durch zwei Löschgruppen innerhalb der Hilfsfrist 10 Minuten und einer weiteren Löschgruppe, die das speziell für den Brandschutz in den Häfen vom Land SH beschaffte TLF 60/45/45 sowie mittels des WLF mit Abrollbehälter Schiffsbrandbekämpfung sichergestellt. Nach Schadenslage und wird die Alarmstufe entsprechend erhöht und weitere Löschgruppen oder Sonderlöschfahrzeuge nachgeführt.

Aus den zwei Ortsfeuerwehren hat sich im Laufe der letzten Jahre ein Gruppe von rd. 60 Einsatzkräften herausgebildet – die sich über den normalen Feuerwehrdienst hinaus – in der Schiffsbrandbekämpfung engagieren.
Es werden zahlreiche Ausbildungstermine durchgeführt, darunter auch mehrtägige Lehrgänge an der Sonderstelle für Schiffssicherung des Bundes in Neustadt/Holstein und Einsatzübungen auf See und der Unterelbe.
Die hauptamtlichen Kräfte sind im letzten Jahr sowohl als Dozenten an der Landesfeuerwehrschule, als auch an der SfS in Neustadt/Holstein tätig gewesen.
Aufgrund der Havarie der „Pallas“ gibt es seit einiger Zeit zahlreiche Gespräche zwischen den Verantwortlichen bei Bund, Ländern und Kommunen zur Regelung des Brandschutzes auf den Bundeswasserstraßen und in den Küstengewässern. Der Bund beabsichtigt, mit den Küstenländern Verträge abzuschließen, die eine Mitfinanzierung und Gestellung von schwimmenden Gerät durch den Bund vorsehen. Die Länder sind für den Brandschutz in den Küstengewässern in Nord- u. Ostsee zuständig und verfügen dabei nicht über eigene Brandabwehrkräfte. Aus diesem Grund schließen die Länder wiederum mit leistungsfähigen Kommunen Verträge zum Einsatz der Feuerwehren dieser Kommunen.
In Schleswig-Holstein ist beabsichtigt, das neben den Berufsfeuerwehren Flensburg, Kiel und Lübeck auch die FF Brunsbüttel in die Aufgabe einbezogen wird. Die FF Brunsbüttel verfügt über eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Schiffsbrandbekämpfung. Die hier gewonnenen Erfahrungen hinsichtlich der Ausrüstung und Ausbildung der Feuerwehr fließen nunmehr in die Planung für ein landesweites bzw. norddeutsches Konzept ein. Für die Feuerwehr Brunsbüttel bedeutet dies, dass sie ggf. auch zur Unterstützung einer BF an die Ostsee ausrücken muss. Hierzu wurde am 09.Oktober 2002 eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung mit dem Land Schleswig-Holstein abgeschlossen. Damit die Feuerwehr Brunsbüttel diese Aufgabe erfüllen kann, sieht die Vereinbarung eine sukzessive Aufstockung des hauptamtlichen Personalbestandes um 4 Kräfte in den Jahren 2003-2006 vor. Je nach Vorhandensein der erforderlichen Qualifikation besteht hierdurch auch für freiwillige Kräfte die Möglichkeit einer beruflichen Perspektive.

Sicherstellung einer steten Einsatzführungskraft zur Führung der SEG Schiffssicherung / Team Brunsbüttel oder – Fachberater Schiffshavarie

Tagsüber wird die Leitung durch die Leitung des Sachgebietes III/Brandschutz-Schiffssicherung sichergestellt. Nach Dienstschluss ist eine Rufbereitschaft eingerichtet, die durch die hauptamtlichen Kräfte dienstplanmäßig wahrgenommen wird. Der Diensthabende entscheidet nach Lagemeldung und leitet die SEG im Einsatzfall, bis der Sachgebietsleiter oder Stellvertretung die Einsatzleitung übernimmt. Er trifft zunächst alle erforderlichen Maßnahmen und entscheidet über die Alarmierungen.

 

 

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