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Personensuche und Atemschutznotfall trainiert

Im Rahmen ihres Übungsdienstes führte die Gruppe 2 Nord eine Übung unter Einsatzbedingungen durch. Neben dem Aufbau eines Löschangriffes im Gebäude wurde eine Personensuche sowie die Abarbeitung eines Atemschutznotfalls geprobt.

Am Abend des 23.01.2018 trafen sich die Mitglieder der Gruppe 2 für ihren ersten Übungsdienst im neuen Jahr. Das Thema des Abends lautete Personensuche/Menschenrettung unter möglichst realen Bedingungen. Nach einer kurzen Ablaufbesprechung schwangen sich alle in ihre Einsatzkleidung und packten einen Bollerwagen voll mit den benötigten Materialien. Nachdem diverse Schläuche, Strahlrohre, Leinen und die Beleuchtung bereitgelegt waren, rüsteten sich die Atemschutzgeräteträger jeweils mit einem umluftunabhängigem Pressluftatemgerät und einer Maske aus. Um den Funkverkehr zum Gruppenführer und zur Atemschutzüberwachung mit zu trainieren, bekam jedes Truppmitglied das zu ihm gehörende Digitalfunkgerät, welches über ein Verbindungskabel an die Sprechgarnitur am Helm angeschlossen werden kann. Als die Vorbereitungen abgeschlossen waren konnten wir mit der Übung beginnen.

„Feuer im 1.OG, eine Person vermisst“, lautete die Einsatzmeldung.

Der erste Angriffstrupp nahm seine Schlauchleitung über das Treppenhaus mit ins erste Obergeschoss, wo auch die Eingangstür zur simulierten Wohnung lag. Weil durch die Glastür direkt eine starke Rauchentwicklung zu erkennen war, schlossen sich die beiden Truppmitgleider gegenseitig an ihren Lungenautomaten an und befestigten den Rauchschutzvorhang am Türrahmen. Im Seitenkriechgang betraten sie die Wohnung, kontrollierten den Bereich hinter der Tür und setzten dann die Personensuche fort. Die Ausbilder des Abends hatten zuvor diverse Hindernisse aufgebaut und auch die Möbel des Raumes umgestellt. So wurde es den Trupps noch zusätzlich erschwert die Orientierung zu behalten. Weil aber alle Wohnungen und Häuser anders sind und wir diese, im Gegensatz zum Gerätehaus, in der Regel nicht kennen, war dieser Umstand sehr realistisch und wichtig für solche Übungen. Während sich der Angriffstrupp mit Anwendung der sogenannten Wandtechnik an verschiedenen Hindernissen vorbei und unter Tischen hindurch kämpfte, wurde ein zweiter Trupp eingesetzt, welcher die Personensuche auf den linken Raum hinter der Eingangstür erweiterte. Auch dies war keine leichte Aufgabe, denn dieser Raum ist eine Kleiderkammer und Lager unserer Feuerwehr und bietet mit seinen vielen Regalen und Schränken eine Menge Platz zum verstecken der Übungsdummys. Auf Grund der Bauweise, ein langer Gang und vier davon abgehende Gassen, setzte der Trupp die sogenannte Baumtechnik ein. Dazu spannte er im langen Gang eine Feuerwehrleine als Befestigungspunkt von einem Ende zum anderen und ging dann, an dieser befestigt, mit einer weiteren Leine in die jeweiligen Gänge rein. So behält man die Orientierung in einem völlig verqualmten Raum.

Während die Personensuche den ersten Angriffstrupp in einen weiteren Raum führte, versperrte einer der Ausbilder den Rückweg mit einer Palette. Jetzt war der Trupp aufgefordert sich einen alternativen Weg aus der Wohnung zu suchen. Kurz bevor er ein Fenster nach draußen fand, simulierte ein Truppmitglied einen Atemschutznotfall und setzte den erlernten Notruf „Mayday, Mayday, Mayday“ ab, woraufhin der sich im linken Raum befindende Trupp seine Arbeit sofort abbrach und die Wohnung verlassen sollte. Gleichzeitig setzte der Gruppenführer den einsatzbereiten Sicherheitstrupp zur Rettung des Feuerwehrmannes ein, welcher sich mit einer eigenen Schlauchleitung sowie einer zusätzlichen Atemluftflasche den Weg zum Verletzten bahnte. Ein weiterer Trupp nahm die Schlauchleitung, welche durch den zweiten Trupp vorher mit heraus gebracht wurde und unterstützte den Sicherheitstrupp bei seinen Rettungsmaßnahmen. Nach kurzer Zeit konnte der verunglückte Feuerwehrmann aus der verqualmten Wohnung gerettet werden. An dieser Stelle beendete der Ausbilder die Übung.

Nach einer Regenerationsphase für die Atemschutzträger liefen wir die inzwischen belüfteten Räume ab, um uns ein Bild von der Gesamtsituation zu verschaffen. Im Anschluss besprachen alle zusammen das vergangene Geschehen, wobei Jeder für sich wieder etwas mitnehmen konnte für kommende Einsätze und Übungen. Einig waren sich alle Beteiligten, dass solche Szenarien öfter geübt werden sollen und auch ein wiederholtes Atemschutznotfalltraining sattfinden muss, um für diese Ausnahmesituationen immer bestens gewappnet zu sein.

An dieser Stelle ein Dank an die Ausbilder des Abends.

 

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