Brand im Maschinenraum eines Schiffes

Datum: 17. Februar 2018

Zeit: 10:27 - 12:37

Ort: Brunsbüttel Süd · Hafen - Ostermoor

Stichwort: FEU SCHIFF

Alarmierte Einheiten: Löschzug Süd (Nord und Süd)

Beschreibung

Um 10:27 wurden wir mit dem Alarmstichwort *FEU SCHIFF* zu einem Brand im Maschinenraum in den  Hafen Ostermoor alarmiert. Die Einsatzkräfte der Südseite waren als erstes vor Ort und begannen mit der Lageerkundung. Hierzu nahmen sie Kontakt mit den Verantwortlichen Besatzungsmitgliedern des betroffenen Schiffes auf. Im Maschinenraum hatte eine Pumpe Feuer gefangen, es gab jedoch keine vermissten Personen. Somit konnte sich der erste Angriffstrupp auf die Brandbekämpfung konzentrieren. Da es in Schiffen viele enge und verwinkelte Flure sowie verschiedene Türen und Schotts gibt, besteht bei einer solchen Lage der herein gehende Trupp aus vier Einsatzkräften. Zusätzlich war ein Besatzungsmitglied des Schiffes als Wegweiser mit dem Trupp auf dem Weg zum Brandherd. In der Zwischenzeit rüsteten sich vier weitere Einsatzkräfte als Sicherheitstrupp aus und bauten eine eigene Schlauchleitung mit Strahlrohr auf. Gleichzeitig fuhren weitere Einsatzkräfte zum Feuerlöschschlepper LUCHS. Dort haben sie die Materialien zur Brandbekämpfung aus ihrem Fahrzeug auf den Schlepper verladen. Daraufhin fuhr der Schlepper mit unseren Einsatzkräften zum Brandobjekt, wo die Kameraden zusammen mit ihrer Ausrüstung auf das brennende Schiff überwechselten.

Der sich im Schiff befindliche Angriffstrupp wurde aufgrund schlechter Funkverbindung zum Rückzug aufgefordert. Als sie heraus kamen, übernahm der Sicherheitstrupp die Nachkontrolle mit der Wärmebildkamera. Auch hier gab es Verständigungsschwierigkeiten woraufhin auch dieser Trupp den Rückzug antreten musste.

Zwischenzeitlich war den Anwesenden Einsatzkräften bewusst geworden, dass es sich hierbei um eine geplante Übung handelte. Daraufhin wurde ein Funkgerät als Repeater im inneren des Schiffes platziert. Ein Repeater dient zur Verstärkung des Funksignals. Ein weiterer Trupp begab sich zum testen des nun verstärkten Funksignals nochmals in das innere des Schiffes und konnte eine deutliche Verbesserung der Kommunikation über Funk feststellen.

Im Anschluss der Übung wurden sämtliche gebrauchten Einsatzgeräte wieder in die Fahrzeuge verladen und die Einsatzkräfte rückten wieder ein. In der Wache wurden gebrauchte Schläuche sowie Atemschutzgeräte ausgetauscht und die Fahrzeuge gereinigt. Hiernach gab es eine Besprechung der Übung im Rahmen der Einsatzkräfte.

Die Übung zeigte, dass ein Einsatz auf einem Schiff eine besondere Schwierigkeit zum einen mit der Kommunikation zum anderen durch beengte Räumlichkeiten und schmale Treppen darstellt. Aus diesem Grund ist es für unsere Einsatzkräfte wichtig, solche Szenarien regelmäßig zu üben.

Einen Dank richten wir an die Besatzung sowie den Eigentümer der TEAL BAY sowie an Brunsbüttel Ports und die YARA, ohne die Unterstützung hätte diese Übung nicht stattfinden können. Natürlich möchten wir uns auch bei den Kameraden bedanken die diese Übung im Vorwege geplant haben.

 

Eingesetzte Fahrzeuge:

Löschzug Nord:

HaWa-Süd und Löschgruppe Süd:

Feuerlöschschlepper:

 

Brand im Maschinenraum eines Schiffes